❷❶❻ Beeindruckend ist er für mich, der Ausblick über die Landschaft und das Meer der Costa del Sol von einer der Terrassen in der Altstadt von Mijas Dieses Bergstädtchen tut seinem Namen als spektakulären Ort alle Ehre. Zudem gehört es zu den flächenmässig grössten Ansiedlungen an der Sonnenküste.
Die Gemeinde Mijas umfasst rund 148 Quadratkilometer und nennt 14 Kilometer Küstenlänge ihr Eigen. Ausserhalb des Dorfkerns befinden sich über 130 Siedlungen, mit dem Tourismus entstanden oder um ein Mehrfaches gewachsen. Für Fans des Golfsports ist die Gegend ein Mekka. Im Dorf selber fallen sofort die sauber getünchten Häuser und deren Einbettung in den Hügelzug als weisses Dorf auf. Auf die bildliche Anordnung von 8 Aposteln aus dem 16. Jahrhundert in der Dorfkirche sind die Mijaner stolz. Gleich bei einem der Aussichtspunkte steht die Einsiedelei der Virgen de la Peña (Jungfrau des Felsens). Ihr Ebenbild auf einem Vorsprung ist unübersehbar. Sie ist die Schutzheilige der Stadt.
Unter der Führung von Abdalaziz, einem der Söhne des Araberfürsten Muxa, wurde das Gebiet im Jahr 714 erobert und Mixa benannt. Wie die gesamte Region kam Mijas 1487 in die Hände der Katholischen Könige von Spanien und erhielt 25 Jahre später die Stadtrechte und wegen der Treue gegenüber dem Königshaus den Erlass der Warenzölle. Dies war umso interessanter, weil die Stadt Eignerin des wichtigen Verkehrsweges zwischen dem Zentrum von Malaga und den Umschlagplätzen in den Häfen Algeciras und Tarifa, an der Südspitze des Landes, war. Mijas wurde so sehr wohlhabend.
📜 Ich habe mich über die zahlreichen Esel im Dorf gewundert. Dazu gibt es eine Geschichte. Als Anfang der 60’er Jahre im letzten Jahrhundert die ersten Besucher ins noch verschlafene Bergdorf kamen, hielten sie die Bauern und Handwerker an, die durch die engen Gassen mit dem Esel zur Arbeit ritten. Sie baten um ein Foto oder gar um ein paar Meter reiten auf dem Esel. Dafür erhielten sie ein grosszügiges Trinkgeld. So entstand ein in Mijas seither florierendes neues Gewerbe.